6 Gruppenvergewaltigung: Im Blutrausch

ÜBER DIE BEDROHUNG ERWACHSENDER FRAUEN

 

Männer rasen wie die Wiesel durch den engen Käfig, und sie baden sich im Blut der Frauen. So scheint es uns in Indien. Sie entreißen Frauen ihre Würde, bis zum tiefsten Grund. Sie verletzen grausam, schrecken nicht vor Öffentlichkeit; der fahrende Bus reicht sie zu vergewaltigen, und das gleich zu mehreren. Es geht darum, moderne Frauen zu hindern am Tun. Der explodierten Mittelschicht entstammen sie, und sie erwachsen einfach ihrer alten Rolle, dem Manne Hab und Gut zu sein. Sie befreien sich, ohne nach Erlaubnis ihn zu fragen.


Männer sehen ihre Macht entgleiten, ihre Möglichkeit und ihr Ansehen. Aus geistig losgelöster männlicher Natur stammt das, aus fehlender Verbindung zu den körperlichen Dingen. Beweglich werden sie dadurch, und manches wird so möglich; doch fühlen, erleben und verstehen, das tun sie weniger.


Tief bedroht fühlen Männer sich mit ihrem selbsternannten Recht; und sie nehmen es sich damit auch zu Unterdrücken. Zwar gibt die Natur ihnen Möglichkeit und damit Macht; doch auch Verantwortung wächst so an, durch die Möglichkeit zur Einsicht. Und ein Recht zu Unterdrücken und zur Gewalt, das ist wirklich nicht zu sehen.


2012 rammt blutig und bizarr die Gruppe Männer der Armen also die Eisenstange in den Unterleib; und sie stirbt – natürlich. ◄

 

© Copyright Thomas Ortmanns